Di 10.11. · 15:00 UhrläuftKI in der Tourenplanung: Sinnvoll oder nur ein Hype? Einblicke aus der PraxisMaurice MorabelClover Optimization GmbHMerkenDi 10.11. · 15:00–15:30KI in der Tourenplanung: Sinnvoll oder nur ein Hype? Einblicke aus der PraxisOrt: Vortragssaal, Roemerhaus der AGFZusammenfassungDisponenten und Entscheider beeinflussen mit ihren Entscheidungen Transportkosten, Liefertreue und (Fahr-)Personal. Dabei verfolgt jede Planungsebene andere Ziele: Die Rahmentourenplanung berücksichtigt strategische Veränderungen wie Filialzugänge und -abgänge oder die Beauftragung externer Dienstleister, die Wochenplanung reagiert auf kurzfristige Mengenschwankungen. Im Tagesgeschäft erfordern unvorhergesehene Änderungen bei Fahrern, Fahrzeugen oder Zeitfenstern schnelle Reoptimierungen.Moderne KI-Planungstools unterstützen auf allen Ebenen schnellere und bessere Entscheidungen. Sie digitalisieren meist personengebundenes dispositives Fachwissen und helfen Planern, entspannter und flexibler auf Sonderfälle zu reagieren. Ihre Ergebnisqualität hat gegenüber herkömmlichen Tourenplanungsalgorithmen massiv zugelegt. Aber warum?Bisher zerlegen Mensch oder Software das komplexe Planungsproblem in Teilaufgaben:Zunächst werden regionale Aufträge auf Fahrzeuge gebündelt und möglichst kurze Stoppreihenfolgen gebildet. Anschließend wird geprüft, ob Beladung, Stellplatzkapazitäten einschließlich Rückholaufträgen, Zeitfenster sowie Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden. Ist eine Tour unzulässig, werden Stoppreihenfolge, Tour oder Fahrzeugzuordnung angepasst und der Ablauf beginnt erneut. Dieser bis heute verbreitete iterative Ansatz nähert sich einer optimalen Lösung schrittweise an.Neue Ansätze wie der von Clover berechnen und prüfen die Zulässigkeit simultan. Statt einer Annäherung entsteht ein mathematisches Optimum, das praktisch zuverlässig umsetzbar ist. In Sekundenschnelle erhält der Disponent verschiedene Szenarien und kann persönliche Präferenzen, Erfahrungswissen und operative Veränderungen interaktiv in Echtzeit einbringen. Die Verbindung menschlicher Erfahrung mit algorithmischer Rechenleistung vereinfacht den Alltag spürbar.Über produzierende Unternehmen, Händler, Verlader und Speditionen sowie eigene Flotten, Transportvergabe, FTL und LTL hinweg sehen wir gegenüber klassischen Tourenplanungsverfahren durchschnittlich 9 % niedrigere Transportkosten. Bei historisch gewachsenen Rahmentouren mit wenig Spielraum oder FTL-Transporten liegen die Einsparungen bei 800–1.300 € pro Fahrzeug und Monat. Höhere Stoppdichten, Filialbelieferungen, Rückholaufträge und besondere Anforderungen wie Mehrtemperaturtransporte steigern die Komplexität und ermöglichen Einsparungen von 3000-4500€ pro Lkw und Monat. Hinzu kommen geringere Nachtzuschläge, weniger Strafzahlungen durch höhere Liefertreue und eine bessere Asset-Auslastung. Eine Potenzialanalyse lohnt sich deshalb bereits für kleine Flotten.Neben wirtschaftlichen Vorteilen bringen neue KI-Verfahren weitere Möglichkeiten und Grenzen mit sich. Der inflationär verwendete Begriff KI umfasst unterschiedlichste Ansätze: von modellgetriebenen Verfahren mit Metaheuristiken bis zu datengetriebenen, lernenden neuronalen Netzen. Wenige haben Zeit und Muße, hinter die Werbebotschaften zu schauen – dabei eignet sich nicht jedes Verfahren. Ein in natürlicher Sprache bedienbarer KI-Agent zur Supply-Chain-Optimierung hilft wenig, wenn er Prozesse und Datenquellen nicht kennt. Eine metaheuristische Tourenplanung schafft hingegen ein verlässliches Fundament, um Prozesswissen zu digitalisieren und Daten überhaupt erst strukturiert zu erfassen.Die gute Nachricht: Datenpflege wird leichter, zeitaufwendige Integrations- und IT-Projekte entfallen und damit auch kulturell bedingte Akzeptanzrisiken früherer Softwaregenerationen. Als zusätzliche intuitive Ebene in der bestehenden Infrastruktur ist die Plugand-Play-Lösung innerhalb weniger Tage betriebsbereit und lässt sich parallel spielerisch testen. Zentral bleibt, das Team mitzunehmen: Wer Disponenten und Fahrer nicht einbezieht, verzichtet auf den wichtigsten und kritischsten Teil seiner Supply Chain – und auf die Wertschätzung, die diesen Menschen gebührt.Quelle: AGF-Tagungsbroschüre ↗MerkenIn den KalenderKI-ChatLive-Transkript ↗Vortrag verpasst?TeilenKI-Chat zu diesem VortragFrage an den KI-ChatWorum geht es genau?Wer ist Maurice Morabel?Welche Aussteller passen dazu?Ähnliche VorträgeMaurice MorabelClover Optimization GmbHMaurice Morabel ist studierter Betriebswirt und beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit Automatisierungs- und Optimierungslösungen mittels künstlicher Intelligenz. Als kaufmännischer Geschäftsführer der Clover und gebürtiger Berliner ist er seit vier Jahren für den Standort Berlin verantwortlich. Clover selbst besteht aus einem Team von Logistikern, Mathematikern und KI-Experten, die seit 2014 logistische Planungsprobleme algorithmisch lösen und sich zum Ziel gesetzt haben, kostenoptimale Entscheidungen so einfach wie möglich zugänglich zu machen. Unter diesem Leitgedanken entwickeln die Teams in Dresden, Leipzig und Berlin innovative Lösungen zur Palettenbildung, 3D-Frachtraumplanung, Tourenplanung und Netzwerkoptimierung. „100 % Made in Germany“ macht die Lösungen unabhängig von Drittsoftware, US-Servern oder Investoren und ermöglicht resiliente Produkte, die fortwährend gemeinsam mit Kunden und Forschungseinrichtungen weiterentwickelt werden. Namhafte Kunden wie SHK Deutschland, Kaufland und Junge Bäckerei vertrauen daher auf die Produkte zur Transportoptimierung von Clover.ReferentenprofilQuelle: Tagungsbroschüre, S. 26 ↗Artikel aus Mühle + MischfutterRELEX Report: KI wird zum Bestandteil zentraler Entscheidungen in der Supply ChainDigitalisierung↗
Di 10.11. · 15:00–15:30KI in der Tourenplanung: Sinnvoll oder nur ein Hype? Einblicke aus der PraxisOrt: Vortragssaal, Roemerhaus der AGFZusammenfassungDisponenten und Entscheider beeinflussen mit ihren Entscheidungen Transportkosten, Liefertreue und (Fahr-)Personal. Dabei verfolgt jede Planungsebene andere Ziele: Die Rahmentourenplanung berücksichtigt strategische Veränderungen wie Filialzugänge und -abgänge oder die Beauftragung externer Dienstleister, die Wochenplanung reagiert auf kurzfristige Mengenschwankungen. Im Tagesgeschäft erfordern unvorhergesehene Änderungen bei Fahrern, Fahrzeugen oder Zeitfenstern schnelle Reoptimierungen.Moderne KI-Planungstools unterstützen auf allen Ebenen schnellere und bessere Entscheidungen. Sie digitalisieren meist personengebundenes dispositives Fachwissen und helfen Planern, entspannter und flexibler auf Sonderfälle zu reagieren. Ihre Ergebnisqualität hat gegenüber herkömmlichen Tourenplanungsalgorithmen massiv zugelegt. Aber warum?Bisher zerlegen Mensch oder Software das komplexe Planungsproblem in Teilaufgaben:Zunächst werden regionale Aufträge auf Fahrzeuge gebündelt und möglichst kurze Stoppreihenfolgen gebildet. Anschließend wird geprüft, ob Beladung, Stellplatzkapazitäten einschließlich Rückholaufträgen, Zeitfenster sowie Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden. Ist eine Tour unzulässig, werden Stoppreihenfolge, Tour oder Fahrzeugzuordnung angepasst und der Ablauf beginnt erneut. Dieser bis heute verbreitete iterative Ansatz nähert sich einer optimalen Lösung schrittweise an.Neue Ansätze wie der von Clover berechnen und prüfen die Zulässigkeit simultan. Statt einer Annäherung entsteht ein mathematisches Optimum, das praktisch zuverlässig umsetzbar ist. In Sekundenschnelle erhält der Disponent verschiedene Szenarien und kann persönliche Präferenzen, Erfahrungswissen und operative Veränderungen interaktiv in Echtzeit einbringen. Die Verbindung menschlicher Erfahrung mit algorithmischer Rechenleistung vereinfacht den Alltag spürbar.Über produzierende Unternehmen, Händler, Verlader und Speditionen sowie eigene Flotten, Transportvergabe, FTL und LTL hinweg sehen wir gegenüber klassischen Tourenplanungsverfahren durchschnittlich 9 % niedrigere Transportkosten. Bei historisch gewachsenen Rahmentouren mit wenig Spielraum oder FTL-Transporten liegen die Einsparungen bei 800–1.300 € pro Fahrzeug und Monat. Höhere Stoppdichten, Filialbelieferungen, Rückholaufträge und besondere Anforderungen wie Mehrtemperaturtransporte steigern die Komplexität und ermöglichen Einsparungen von 3000-4500€ pro Lkw und Monat. Hinzu kommen geringere Nachtzuschläge, weniger Strafzahlungen durch höhere Liefertreue und eine bessere Asset-Auslastung. Eine Potenzialanalyse lohnt sich deshalb bereits für kleine Flotten.Neben wirtschaftlichen Vorteilen bringen neue KI-Verfahren weitere Möglichkeiten und Grenzen mit sich. Der inflationär verwendete Begriff KI umfasst unterschiedlichste Ansätze: von modellgetriebenen Verfahren mit Metaheuristiken bis zu datengetriebenen, lernenden neuronalen Netzen. Wenige haben Zeit und Muße, hinter die Werbebotschaften zu schauen – dabei eignet sich nicht jedes Verfahren. Ein in natürlicher Sprache bedienbarer KI-Agent zur Supply-Chain-Optimierung hilft wenig, wenn er Prozesse und Datenquellen nicht kennt. Eine metaheuristische Tourenplanung schafft hingegen ein verlässliches Fundament, um Prozesswissen zu digitalisieren und Daten überhaupt erst strukturiert zu erfassen.Die gute Nachricht: Datenpflege wird leichter, zeitaufwendige Integrations- und IT-Projekte entfallen und damit auch kulturell bedingte Akzeptanzrisiken früherer Softwaregenerationen. Als zusätzliche intuitive Ebene in der bestehenden Infrastruktur ist die Plugand-Play-Lösung innerhalb weniger Tage betriebsbereit und lässt sich parallel spielerisch testen. Zentral bleibt, das Team mitzunehmen: Wer Disponenten und Fahrer nicht einbezieht, verzichtet auf den wichtigsten und kritischsten Teil seiner Supply Chain – und auf die Wertschätzung, die diesen Menschen gebührt.Quelle: AGF-Tagungsbroschüre ↗MerkenIn den KalenderKI-ChatLive-Transkript ↗Vortrag verpasst?TeilenKI-Chat zu diesem VortragFrage an den KI-ChatWorum geht es genau?Wer ist Maurice Morabel?Welche Aussteller passen dazu?Ähnliche VorträgeMaurice MorabelClover Optimization GmbHMaurice Morabel ist studierter Betriebswirt und beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit Automatisierungs- und Optimierungslösungen mittels künstlicher Intelligenz. Als kaufmännischer Geschäftsführer der Clover und gebürtiger Berliner ist er seit vier Jahren für den Standort Berlin verantwortlich. Clover selbst besteht aus einem Team von Logistikern, Mathematikern und KI-Experten, die seit 2014 logistische Planungsprobleme algorithmisch lösen und sich zum Ziel gesetzt haben, kostenoptimale Entscheidungen so einfach wie möglich zugänglich zu machen. Unter diesem Leitgedanken entwickeln die Teams in Dresden, Leipzig und Berlin innovative Lösungen zur Palettenbildung, 3D-Frachtraumplanung, Tourenplanung und Netzwerkoptimierung. „100 % Made in Germany“ macht die Lösungen unabhängig von Drittsoftware, US-Servern oder Investoren und ermöglicht resiliente Produkte, die fortwährend gemeinsam mit Kunden und Forschungseinrichtungen weiterentwickelt werden. Namhafte Kunden wie SHK Deutschland, Kaufland und Junge Bäckerei vertrauen daher auf die Produkte zur Transportoptimierung von Clover.ReferentenprofilQuelle: Tagungsbroschüre, S. 26 ↗Artikel aus Mühle + MischfutterRELEX Report: KI wird zum Bestandteil zentraler Entscheidungen in der Supply ChainDigitalisierung↗
RELEX Report: KI wird zum Bestandteil zentraler Entscheidungen in der Supply Chain ↗Eine Meldung zum RELEX-Report 2026 behandelt KI als Unterstützung für Entscheidungen in der Lieferkettenplanung.